Nachher ist man immer schlauer!

30. Juli 2018 | Von | Kategorie: Der Tag danach, News, Top News

Nein das ist wirklich kein Start nach Mass: eine 1:2-Niederlage gegen St. Gallen, eine 1:2-Niederlage gegen PAOK FC, dazu ein 1:1-Unentschieden gegen den Aufsteiger Xamax ist kaum das, was sich der rotblaue Anhang gewünscht hatte. Zählt man die Testspiele dazu, sieht es sogar noch desaströser aus.

Zeit also zu schauen, dass man sich mindestens für den 8. Schlussrang qualifiziert, sodass man nicht direkt absteigt und auch die Barrage-Spiele vermeiden kann? Im Moment liegt der FCB auf eben diesem Platz 8 mit fünf Punkten Abstand zur Spitze. Grund genug also, pessimistisch zu sein und nur noch schwarz zu sehen?

Trotz der misslichen Lage gibt es Anzeichen, dass es besser wird, sofern man bereit ist, die positiven Signale zu sehen:

 

  • Die Wicky-Freistellung ist ein schmerzlicher, aber letztendlich notwendiger Entscheid. Natürlich hätte man diesen Entscheid auch schon im Mai treffen und somit einem Nachfolger Zeit für die Vorbereitung geben können. Aber “Hätte, hätte, Fahrradkette” die Fakten sind nun mal so, wie sie sind. Im Nachhinein ist man immer schlauer.
  • Dass das Duo Frei/Schällibaum das richtige Team für die Übergangszeit von 2, 3 Spielen ist, haben sie am Samstag bewiesen. Ein offensiv eingestelltes Team hatte die ersten 20 Minuten richtig gut gespielt und die Partie im Griff. Das nach nur einem Training noch nicht alles läuft, sollte jedem klar sein und dafür können kaum Alex und Marco verantwortlich gemacht werden. Zwei Dinge sind mir aufgefallen: 1. wie engagiert Alex an der Seitenlinie agierte und motivierte und 2. Der körperliche Abbau in den letzten Minuten, also genau dann, wenn früher der FCB noch einen Gang hochschaltete. Da besteht sicher Nachholbedarf.
  • Marco Streller hat klar kommuniziert, dass man einen erfahrenen Trainer holen will. Egal wer das sein wird, es kann davon ausgegangen werden, dass dieser vor einer Anstellung die Mannschaft analysieren wird, dabei die Schwachstellen erkennt und auf entsprechenden Verpflichtungen bestehen wird.
  • Am Mittwoch gilt es, sich für die nächste Runde zu qualifizieren, egal wie. Es geht nicht darum, schön zu spielen, es darf auch ein dreckiger und unverdienter Sieg sein. Es ist ein Spiel, an dem die eingesetzten Spieler die Chance erhalten, sich nachhaltig beim neuen Trainer zu empfehlen. Es ist aber sicher auch ein Spiel, wie es Alex Frei als Spieler geliebt hätte. Wenn es ihm gelingt, seine Leidenschaft auf seine Spieler zu übertragen, dann bin ich sehr optimistisch. Und seit ich ihn am Samstag an der Seitenlinie gesehen habe, glaube ich, dass er den Funken übertragen kann.
  • Für das Spiel gegen PAOK FC wurden bisher erst rund 10’000 Tickets verkauft und da kommen die Fans ins Spiel. Alex Frei meinte zu seiner Verpflichtung: es geht nicht um mich, es geht um den FCB. Auf die Fans übertragen heisst dies: es geht nicht um Wicky, Streller oder Burgener, auch nicht um diesen oder jenen Spieler – es geht nur um den FCB. Und genau der braucht jetzt jede Unterstützung. Wie heisst es so schön “Erfolg isch nid alles im Läbe …”? Es ist nicht ManU oder Real, nur “PAOK FC”, aber eine Night to Remember, das kann es trotzdem definitiv werden.

// udu

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