Enttäuscht und trotzdem YB um drei Punkte distanziert

12. Februar 2017 | Von | Kategorie: Der Tag danach, News, Top News

Am Schluss müssen sich die Thuner auf gut Deutsch gesagt, etwas verarscht vorgekommen sein. Sie hatten den Meister über das gesamte Spiel gesehen dominiert und gingen am Schluss trotzdem als Verlierer vom Platz.

Allerdings waren sie an diesem Verdikt auch nicht unschuldig, scheiterten sie doch an einer alten Fussballer-Weisheit: Wer sie vorne nicht macht, bekommt sie hinten.

Der FCB seinerseits muss sich den Vorwurf gefallen lassen, gegen den Zweitletzten zu passiv gespielt und nur mit Glück an einem oder auch zwei Gegentreffer vorbeigekommen zu sein. Gegen einen solchen Gegner dürfte man eigentlich auch mit zwei Stürmern antreten.

So aber mussten Marc Janko und Seydou Doumbia auf der Ersatzbank Platz nehmen, weil Urs Fischer zum zweiten Mal hintereinander Andraz Sporar als alleinigen Stürmer von Anfang an brachte. Doumbia durfte zumindest ab der 64. Minute für eben diesen enttäuschenden Sporar auflaufen, war dafür dann aber knapp 15 Minuten am überraschenden Führungstreffer durch das Eigengoal von Schindelholz beteiligt. Dieser versuchte den Ball vor dem einschussbereiten Doumbia zu befreien, traf dann aber ins eigene Goal.

In der Nachspielzeit schloss er einen klassischen und mustergültig über Alexander Fransson und Renato Steffen lancierten Konter in eiskalter Stürmer-Manier ab.

Wer an zwei Toren in 30 Minuten Einsatzzeit beteiligt ist, darf sicher zufrieden mit seinem Einsatz sein. Auch überzeugt haben der nach langer Verletzung wieder genesene Manuel Akanji, sowie der noch nicht 20-jährige Raoul Petretta.

Am nächsten Sonntag kann das Team von Fischer dann Wiedergutmachung im Heimspiel gegen den FC Lausanne betreiben, nicht bezüglich Resultat, wohl aber der Spielkultur und Dominanz.

Frohe Kunde dann zumindest heute aus Luzern, das YB nach einem 0:1-Rückstand gleich mit 4:1 abfertigten, womit der Abstand auf 15 Punkte angewachsen ist.

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